Hier also mein erstes Projekt “Die Welt wie wir sie kannten” von Susan Beth Pfeffer
Ich werde erstmal was über die Gestaltung des Covers schreiben (ich habe die Hardcover Version gelesen), ich finde sie relativ gut gelungen, allerdings ist es jetzt nicht die Covergestaltung des Jahrtausends, aber das Thema des Buches wurde doch ganz gut umgesetzt. Das einzig unvorteilhafte ist meiner Meinung nach die Wahl der Schrift, aus irgendeinem Grund dachte ich ständig, dass das so ein Buch für Kinder sei, dass sie so über die globale Erderwärmung aufklären soll oder so….
Okay, alles in allem handelt das Buch von Miranda, die ein Tagebuch führt, und dieses Tagebuch ist eben dann der Roman. Es fängt damit an, dass alle ein ganz normales Leben haben, Miranda wohnt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in Pennsylvania, ihre Eltern sind geschieden und ihr Vater hat vor kurzem neu geheiratet. Bis dahin ist noch alles schön und gut, aber eines Abends wird der Mond von einem Kometen getroffen und gerät aus seinem Orbit, was im Klartext heißt, dass er näher an der Ende ist als vorher und die Bevölkerung Amerikas dann schon so ein bisschen beunruhigt ist.
Aufgrund dieses Zwischenfalls, der von Astronomen im Vorfeld als ungefährlich beschrieben wurde, verändert sich der Alltag von Miranda und ihrer Familie rasend schnell, da alle möglichen Naturkatastrophen entstehen, die Menschen mit Hamsterkäufen beginnen, kurz und knapp es herrschen kriegsähnliche Zustände.
Ich hab für das 410-seitige Buch so ungefähr 7 Stunden gebraucht, woraus sich etwa 58 Seiten pro Stunde ergeben, der Lesefluss ist also gut, vor allem, weil das Buch wie eine Art Tagebuch geschrieben ist (es ist aber nicht mit so kitschigen “Liebes Tagebuch”-Sätzen versehen) und außerdem aus der Ich-Perspektive.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön, er ist zwar relativ simpel, aber trotzdem nicht platt oder so.
Mein Lieblingscharakter war Megan, sie ist eine Freundin von Miranda, weil sie erzkatholisch war (mit 16 Jahren) und sich durch nichts von ihrem Glauben hat abbringen lassen.
Die Nutzung von sämtlichen Drogen wie Kaffee und ähnlichem war eigentlich nicht nötig, ich hab bloß literweise Wasser getrunken, was ja nicht zählt.
Alles in allem war “Die Welt wie wir sie kannten” ein erschütternder, beklemmender aber auch furchtbar schöner Roman, der zeigt, dass man ohne Internet, fließendes Wasser und Strom überleben kann und einen Appell an den Leser richtet, sich auf die wirklich wichtigen Sachen im Leben zu konzentrieren.
Ich fand das Buch richtig schön und herzzerreißend, ich hab so ab der Hälfte des Buches nur noch geweint, entweder weil das alles so schön oder so unglaublich traurig war. Außerdem ist man nach dem Lesen des Buches sehr dazu animiert, mal zu fasten, was ganz gut in die Jahreszeit passt.
Alles in allem ist “Die Welt wie wir sie kannten” ein Roman, der zum Nachdenken anregt und betroffen macht, und ich empfehle allen dringendst, ihn zu lesen.
P.S. Ich muss leider davon absehen, den letzten oder den ersten Satz des Buches hier zu notieren, da der erste uninteressant ist und der letzte eben zu viel von dem Ausgang des Buches verrät.
