Star-Crossed Lovers
Ich habe endlich, nach gefühlten 8000 Stunden “Romeo and Juliet” von William Shakespeare fertig gelesen. Okay, eigentlich waren es nur geschätzte 12 Stunden, aber das war bei 106 Seiten auch schon lang. Ich hab also 8 Seiten pro Stunde geschafft.

Ich fange wie immer mit der Covergestaltung an, die diesmal richtig hässlich war. Ich hab jetzt kein Bild von dem Buch genau gefunden, aber Penguin Books hat da so eine ganze Reihe rausgebracht, die alle gleich aussehen. Also es ist auf dem Bild rechts. Ich mein, wer würde den dazu angeregt werden , ein Buch mit so einem Cover zu kaufen ? Schon allein von Shakespeares Porträt wird man abgeschreckt…

Die Story ist bekannt, ich erklär sie aber trotzdem nochmal im Schnelldurchlauf. Also, “Romeo and Juliet” ist ein Schauspiel, es spielt in Verona (Italien), in dem die Familien Montague und Carpulet leben. Die beiden sind Totfeinde, man erfährt zwar nicht warum, ist aber einfach so.

Eines schönen Tages trifft Romeo Monatgue auf Juliet Carpulet, die beiden verlieben sich unsterblich ineinander und das Desaster ist vorprogrammiert.

Dann folgen die Shakespeare typischen Elemente, es wird gehasst, geliebt und gestorben. Die Beziehung von Romeo und Juliet geht natürlich nicht gut aus, sondern endet im Selbstmord beider Protagonisten, wodurch sich die beiden Familien dann wieder vertragen.

So, der Lesefluss ist schrecklich, man sollte sich lieber den Film von Baz Luhrman mit Claire Danes und Leonardo DiCaprio ansehen, dann ist das auch schneller rum. Die stilistischen Mittel sind auch etwas seltsam, ältere Personen sprechen im Paar- oder Kreuzreim, während die rebellische Jugend gar kein Reimschema verwendet.

Außerdem erschlägt Shakespeare einen mit Metaphern, die ich bis heute noch nicht verstanden habe und die alle ein bisschen merkwürdig sind. Des weiteren sprechen Romeo und Juliet dermaßen lang und schwülstig, dass man beinahe froh ist, wenn sie tot sind.

Mein Lieblingscharakter war Tybalt, er ist unbeherrscht, verschlagen und geht mit dem Kopf durch die Wand.

“More than Prince of Cats. O, he’s the courageous
captain of compliments …
… By Jesu, a very good
blade, a very tall man, a very good whore!”

Wie schon gesagt, war das Buch eher schwer zu lesen, man braucht Vorkenntnisse der alten englischen Sprache, ansonsten versteht man schlecht um was es geht. Ich bin generell immer skeptisch, wenn man fremdsprachige Lyrik ins deutsche übersetzt, aber ich glaube, dass das bei “Romeo & Juliet” relativ gut gelingt.

Ich musste mich wirklich durch das Buch hindurchquälen, ich bin während des Lesens zweimal eingeschlafen und zwar mitten in der Szene, bzw. im Satz.

Alles in allem ist “Romeo and Juliet” eben die Star-crossed lovers –Geschichte überhaupt, das Buch ist ganz annehmbar, wenn man die Muse hat, sich damit zu beschäftigen. Es hilft, wenn man vorher den Film gesehen hat.

Also, viel Spaß bei Lesen, man ist froh, wenn man diesen Satz liest: “For never was a story of more woe, than this of Juliet and her Romeo.”