Okay, eigentlich wollte ich das folgende Buch auf englisch lesen, aber dann war das auf deutsch doch billiger... "Teufelskuss" von Sarwat Chadda ist nämlich das Buch, um das sich die Review dreht und für einen Debüt-Roman ist es total toll.
Die Story spielt im London des 21.Jahrhunderts, genauer gesagt ist der Hauptschauplatz die Temple Church und die nähere Umgebung. Die Temple Church bietet das passende Setting für die Charaktere, die der Autor vorstellt und bei denen es sich um die letzten Überreste der "Armen Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem", kurz die Tempelritter handelt.
Seitdem Jaques de Molay nämlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, ist der Orden nämlich nicht vernichtet worden, sondern hat es geschafft, bis heute zu überleben. Die Prioritäten des Ordens haben sich natürlich ein bisschen umorientiert, jetzt sind die Mitglieder nämlich dazu da, Dämonen und ähnliches zu bekämpfen und sie im Namen Gottes zu vernichten.
Die Abteilung für Großbritannien residiert in der Nähe der Temple Church in London und bekämpft mit einer Truppenstärke von ganzen 9 Mann das Böse.
Das das ganze nicht lange gut geht, zeigt sich spätenstens mit dem Auftreten von Billi, die die Hauptprotagonistin ist und im Orden zum Ritter ausgebildet werden soll. Sie ist die Tochter des Gr0ßmeisters, weswegen sie unbedingt in die Fußstapfen ihres Vaters treten soll. Das einzige Problem an der Sache ist aber, dass sie diese Bestimmung hast und alles dafür tun würde, um aus dem Orden auszutreten.
Diese Gelegenheit ergibt sich ihr, als sie in der U-Bahn von einem mysteriösen Unbekannten (Mike) gerettet wird, in den sie sich natürlich sofort verliebt und ein neues Leben anfangen möchte.
Natürlich ist der Orden nicht angetan von dieser Idee, vor allem da Mike nicht der ist, der er zu sein scheint.
Das macht also die Rahmenhandlung aus, das Interessante an der Geschichte ist aber eigentlich, das die Verschwörung der Engel gegen Gott nochmal mit der Geschichte verbunden wird und es viele Hinweise auf die Bibel gibt. Natürlich kommt auch Romantik nicht zu kurz und der ewige Kampf gegen das Böse im Auftrag Gottes, zu dem sich die Templer berufen fühlen.
Ich hab das Buch auf deutsch gelesen, die Übersetzung ist realtiv gut gelungen, bzw. sie hört sich gut an, ich bin da allerdings immer etwas skeptisch.
Das Coole an dem Buch ist außerdem, dass der Autor wohl eine Schwäche für "The Arthurian Legend" hat, weil alle Charaktere ausser die Hauptprotagonistin nach den Rittern der Tafelrunde genannt sind, was ich klasse fand.
Alles in allem war "Teufelskuss" ein richtig geniales Buch, auch wenn sich der Titel ein bisschen klischeehaft anhört, es ist total schön geschrieben, die Charaktere sind gut herausgearbeitet und die Story ist schlüssig.

wavesbreakingoverrocks am 06. November 11
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