And Cain Rose Up
"Just coffee, please."
So beginnt Cassandra Clares neuester Roman in der Reihe "The Mortal Instruments", der "City of Fallen Angels" heißt und das vierte Buch ist.
Ich hab's heute endlich mal geschafft, mich zu einer Rezession über das Buch aufzuraffen, allerdings liegt das Buch auch schon seit mindestens Juni bei mir rum und wartet darauf, dass ich eine Rezession schreibe....
Alles in allem geht es in dem neuen Teil mal wieder um die Hauptprotagonisten, die wir auch schon aus den früheren Teilen kennen, die Story wird in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, geht allerdings hauptsächlich um Clary und Jace, die es nach 3 Teilen endlich geschafft haben, zusammenzukommen.
Außerdem versucht wieder irgendjemand durch grausame Experimente und einen Haufen Verschwörungstheorien die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Hauptsächlich geht es aber um "Drama & Romance", was ich etwas unkreativ fand.
Der Roman ist ziemlich vollgestopft mit der Auseinandersetzung der Protagonisten in Sachen Beziehungen, nebenbei werden noch die üblichen Dämonen bekämpft und es stellt sich heraus, dass mit dem Ende des Krieges (aus dem vorherigen Teil) eben doch noch nicht alles gelöst ist, sondern noch so manche Langzeitschäden gelöst werden müssen.
Ich fand den Roman ganz gut, vor allem die Verbindungen, die innerhalb der Story immer zur Bibel gemacht werden (deswegen auch der Titel^^), allerdings muss ich kritisieren, dass die vorherigen Romane der Reihe um Längen besser waren. Vor allem die Hauptcharaktere Jace und Clary nehmen in dem Teil immer mehr die Züge von Edward und Bella aus Stephenie Meyers "Twilight" an, was einfach nur schrecklich ist.
Trotz dieser Mängel rate ich allen, unbedingt bis zum Ende durchzuhalten. UNBEDINGT !!! Das Ende des Buches ist wirklich total genial und macht den schleppenden Plot vom Anfang wieder wett.
Der Roman liest sich in Englisch sehr gut und flüssig, die Autorin wählt eine Erzählperspektive, was ganz gut gelöst ist.
Alles in allem war "City of Fallen Angels" ein annehmbares Buch, bis auf die Tatsache, dass ich es ein bisschen zu kitschig fand im Gegensatz zu den vorherigen. Aber wenn man bis zum Ende durchhält wird es einfach richtig genial.

wavesbreakingoverrocks am 19. Oktober 11
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"Kon-Tiki - across the pazific by raft" - Thor Heyerdahl und seine fünf Verrückten schreiben Geschichte
"Das Wettfieber ging hoch, wie viele Tage unser Floß wohl halten würde und ein leichtsinniger Marieneattaché verwettete allen Whisky den die Mitglieder der Expedition für den Rest ihres Lebens trinken konnten, wenn sie ledend die Südseeinseln erreichten."
Die polynesischen Inseln wurden von Südamerika aus besiedelt, davon ist der studierte Ethnologe Thor Heyerdahl felsenfest überzeugt. Von der Fachwelt wird die Theorie allerdings nicht ernst genommen. Niemand glaubt daran, dass es möglich sein soll tausende von Seemeilen auf einem offenen Balsafloß zu überwinden, denn unglücklicherweise waren das die einzigen zum fraglichen Zeitpunkt bekannten Wasserfahrzeuge in Peru.
Um die Argumente seiner Gegner zu entkräften, beschließt Heyerdahl so ein Floß zu bauen und schlicht auszuprobieren, ob es möglich ist damit lebend und gesund den stillen Ozean zu überqueren.
Am 28. April (mein Geburtstag!!!) 1947 sticht die "Kon-Tiki" von Peru aus in See. An Bord befinden sich sechs kühne Abenteurer (alle samt Landratten) und ein grüner Papagei.
"Kon-Tiki" ist eigentlich ein Buch, das nicht auf der berüchtigten Liste stand. Aber nur deshalb, weil es mir an dem denkwürdigen Tag als wir die Liste schrieben nicht eingefallen ist. Eigentlich wollte ich es lesen, seit ich im zarten Alter von 12 Jahren in einem kleinen Museum in Oslo vor einem ziemlich merkwürdigen Gefährt aus Holz stand und mich darüber wunderte. (Die Kon-Tiki hat jetzt ein eigenes Museum in dem sie seit ihrer Rückkehr gehegt und gepflegt wird.)
Auf den ersten Blick wirkt die Handlung vielleicht ein wenig öde: Sechs bärtige und (wie der Autor ständig betont) zumeist nackte Männer lassen sich über den Pazifik treiben. Klingt recht langweilig nachdem erst einmal klar ist, dass das Vehikel nicht kurz nach dem Start auseinanderfallen wird.
Trotzdem ist das Buch mitreißend und spannend bis zur letzten Seite, und das sogar dann noch, wenn man schon weiß, dass weder dem Floß noch seiner Besatzung bei der Unternehmung ernsthaft etwas zugestoßen ist.
Mit Humor und viel Liebe zum Detail beschreibt Heyerdahl den Verlauf der Expedition und den Alltag an Bord, vom Bau des Floßes bis zur Landung in Polynesien, von der Begnung mit dem Wahlhai bis zum Hula-tanzen auf einsamen Südseeinseln.
Besonders nett: Was tust du wenn dir mitten auf dem Ozean langweilig wird? Haie am Schwanz rausziehen!
Obwohl alle Mitglieder der Expedition mittlerweile das zeitliche gesegnet haben, ist niemandem dabei etwas zugestoßen. Naja... außer dem Papagei.
Bleibt nur noch eine Frage offen... Wo krieg ich jetzt auf die Schnelle ein Balsafloß her?!
schafu am 08. September 11
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The Village meets 28 Days Later
"The Unconsecrated are never alone. You are..."
So, ich hab das nächste Buch auf der Liste, nämlich "The Forest of Hands and Teeth" von Carrie Ryan fertig gelesen.
In Marys Leben gibt es drei einfache Regeln: Die Schwesternschaft hat immer Recht; die Wächter beschützen und dienen und die "Ungeweihten" werden nie aufgeben.
Okay, im Klartext geht es um Mary, sie lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einem Dorf mitten im Wald, der von meterhohen Schutzzäunen umgeben ist, um die Dorfgemeinschaft vor den "Unconsecrated"/Zombies (es handelt sich bei "Unconsecrated" wohl um eine Wortneuschöpfung der Autorin, die so viel wie "die Ungeweihten" bedeutet) zu schützen.
Die Dorfgemeinschaft teilt sich in drei Gruppen auf: Die Schwesternschaft, die das Oberkommando über alle besitzt, über alles alleine entscheidet, die Wächter kontrolliert und auch sonst alles im Dorf regelt.
Die Wächter sind für den Schutz der Gemeinschaft da, sie sichern die Zäune und erschießen von Zeit zu Zeit Zombies, die versuchen, die Zäune niederzureißen.
Der Rest der Gemeinschaft ist wohl dazu da, um zu arbeiten. Ich bin mir da aber nicht mehr so sicher.
Das Dorf ist abgeschottet von der Außenwelt, es gibt nur zwei Wege aus dem Dorf, die jedoch nie geöffnet werden, da die Schwesternschaft der Gemeinschaft einredet, dass sie die letzten Menschen auf der ganzen Erde seien.
Marys größter Traum allerdings, ist es, dass Dorf zu verlassen und das Meer zu suchen, dass noch nie jemand aus der Gemeinschaft gesehen hat; weil sie davon überzeugt ist, dass es dort keine Zombies gäbe.
Sie erhält ihre Chance, als es kommt, wie es kommen muss: Die Zäune werden von den Zombies überrannt und Mary und ihre Freunde müssen in die Wildnis fliehen.
Der Roman ist ziemlich düster und vollgestopft mit Verschwörungstheorien, wird aber aufgelockert durch einen Haufen Romantik zwischen den 4 Protagonisten Mary, Cassandra, Travis und Harry.
Ich fand vor allem den Aspekt gut, dass so nach und nach rauskommt, dass die Schwesternschaft auch ordentlich Dreck am Stecken hat und die Dorfgemeinschaft die ganze Zeit bevormundet.
Die Protagonisten sind gut charakterisiert, sie verhalten sich angemessen zur Situation und dass ich ihre Welt gerade den Bach runter geht. Das interessante an ihnen ist eben die Tatsache, dass alles anders mit der schrecklichen Lage umgehen und sie so glaubhafter erscheinen lässt.
Der Roman liest sich sehr gut und flüssig, die Autorin hat die Ich-Perspektive gewählt, was ich gut fand, man konnte sich gut in die Story hineinversetzen.
Alles in allem war "The Forest of Hands and Teeth" ein gutes Buch, die Balance zwischen sinnlosem Abgeschlachte durch menschenfleischfressende Zombies und dem Streben Marys nach dem Meer, bzw. dem eigenen Überleben war gut herausgearbeitet.
P.S. Es tut mir leid, dass die Rezession so kurz und verwaschen ist, aber ich hab in der Zwischenzeit noch 6 andere Bücher gelesen, was es schwer macht, sich an Kleinigkeiten zu erinnern^^
wavesbreakingoverrocks am 01. August 11
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Paul Hofman - "The left Hand of God"
"There are only two of us.", pointed out IdrisPukke.
"Yes.", replied Cale "But one of the two of us is me."
Cale wächst an einem Ort auf den die angehörigen des Redeemer-Ordens "the Sanctuary" nennen. Aber eine Zufluch ist die Einrichtung für ihre Bewohner nicht, denn dort werden Jungen unter brutalsten Bedingungen und unter religiösen Vorwänden zu Killern ausgebildet. Aufgrund der isolierten Lage ist die Flucht beinahe unmöglich.
Nachdem Cale einen der Redeemer umgebracht hat um ein Mädchen Namens Riba zu retten, fliehen die beiden in Begleitung von Cales Freunden Kleist und Henri. Eine Wochenlange Jagd durch die lebensfeindlichen Landstriche jenseits der hohen Mauern beginnt. Schließlich stolpern die Vier über die Überreste eines wahren Gemetzels. Der einzige Überlebende, der von seinen Peinigern bis zum Hals im Boden eingegraben und zurückgelassen wurde, ist der Botschafter der Stadt Memphis. Cale und Konsorten befreien ihn, geraten dann aber in große Schwierigkeiten, denn den Wachen von Memphis gegenüber müssen sie erst einmal beweisen, dass sie selbst Unschuldig sind...
Zunächst einmal...
Die Atmosphäre ist gerade zu Beginn der Handlung extrem düster. Der Autor beschreibt kühl und ohne Mitleid für seine Protagonisten, deren Leben unter den Redeemers. Dabei erinnert die Sanctuary stark an eine Mischung aus christlichem Kloster (die wenigen Bröckchen religiöser Riten, die der Leser zu sehen bekommen sind definitiv an das Christentum angelehnt) und Militärgefängnis beziehungsweise Ausbildungslager.
Die Stadt Memphis stellt oberflächlich dazu zwar einen deutlichen Kontrast dar, allerdings ist auch hier der militärische Drill deutlich zu spüren.
Die Charaktere sind vielseitig und tiefgründlig. Ihre Reaktionen sind nachvollziehbar und es ist sehr einfach sich von der Handlung mitreißen zu lassen.
Alles in allem sicherlich eines der besten Bücher, die ich in den vergangenen Monaten gelesen habe.
Der einzige Grund dafür, dass es fast drei monate lang auf meinem Regal lag ist mein Abitur und seine Nachwirkungen.
Warten wir zusammen auf den zweiten Teil?
