So, ich hab mal wieder eines der Bücher auf der Liste gelesen, nämlich "Matched" von Ally Condie.
Ich fang wie immer mit der Beschreibung des Covers an, dass sich persönlich sehr ansprechend finde, auf jeden Fall in der englischen Ausgabe, die ich gelesen habe. Das Cover zeigt, wie ihr am Ende des Beitrags sehen könnt, ein Mädchen in einem grünen Kleid in einer Glaskugel, der Titel steht in grün untendrunter (ja, das soll grün sein, die Auflösung des Bildes ist halt nicht so gut^^). Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es die Protagonistin, Cassia, des Buches zeigt, was ich gelungen finde, allerdings hab ich sie mir anders vorgestellt, was ja immer so ist.
Für das 366-seitige Buch hab ich so etwa 12 Stunden gebraucht, ich bin mir da aber jetzt nicht mehr so sicher, weil ich das schon vor einem Monat oder so fertig hatte und nur die ganze Zeit zu faul war, eine Review zu schreieben ;P Ich hab also ca. 30 Seiten pro Stunde gelesen, was relativ viel ist, aber die Story war jetzt auch nicht so anspruchsvoll.
Um dann gleich mal zur Story zu kommen, laut dem Kommentar auf der Rückseite des Covers handelt es sich um eine "dystopian love story", dass heißt der Roman spielt in der Zukunft und die Regierung versucht eher subtil die Weltherrschaft an sich zu reißen, und die gesamte Bevölkerung ist scheinbar zu dumm um das mitzukriegen. Es geht also um Cassia, die in einer Gesellschaft lebt, in der alles und ich meine auch wirkich alles von der Regierung eingefädelt wird. Sie entscheidet in welche Schule man geht, was man lernt und wo man arbeitet und wann man stribt. Aber das wichtigste ist: Die Regierung entscheidet auch, wen man liebt.
Jedes Jahr wird eben zu diesem Zweck eine Zeremonie abgehalten, in der man den perfekten Partner (oder im Orginal "your own perfect match", deswegen auch der Titel) zugeteilt bekommt, den man dann zu heiraten hat und bis ans Ende aller Tage glücklich ist.
Cassia ist auch dabei und ihr Partner wird Xander, ihr bester Freund aus Kindjheitstagen. Die beiden sind überglücklich, und kehren in ihren Heimatbezirk, Maple Tree Borough, zurück.
Bis dahin ist also noch alles schön und gut, aber als Cassia abends dann die Informationsdisk ansehen will, die alle essentiellen Daten des zugewiesenen Partners enthält, wird ihr nicht Xander sondern jemand anderes, nämlich Ky angezeigt. Cassia ist schockiert und fragt sich, ob es einfach nur ein Scherz oder ein Fehler im bis dahin perfekten System der Regierung ist.
Ab dem Zeitpunkt an ist Cassia hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Xander und Ky.
So, die ganze Geschichte klingt jetzt erstmal furchtbar klischeehaft, so nach dem Motto "Bestimmt brennen die jetzt zusammen durch und das Buch ist rum", ist es aber nicht. Da es sich um dystopian literature handelt, kann die Story nicht zu Ende gehen, ohne dass das scheinbar perfekte System in Frage gestellt wird. Dieser Gedanke, dass sich die Protagonisten gegen die Fremdbestimmung der Regierung auflehen, ist am Anfang noch nicht so präsent, entwickelt sich aber zu Ende hin immer besser. Der Hauptspekt der Geschichte ist eben das love triangle zwischen Cassia, Xander und Ky ist, was zwar auch wichtig ist, aber meiner Meinung nach ein bisschen zu langartmig dargestellt wird.
Am besten dargestellt waren meiner Meinung nach die Veränderung der im Roman dargestellten Realität zu unserer. Es gibt beispielsweise nur noch eine Auswahl von 100 Bildern, Gedichten und Liedern, die die Regierung erhalten hat, alles andere wird systematisch vernichtet.
Der Lesefluss ist super, da die Story auch nicht unnötig kompliziert ist, ich fand es schön, dass das Buch aus der Ich-Perspektive von Cassia geschrieben ist, der Stil der Autorin ist auch schön, weil sie eine sehr symbolische Sprache verwendet und Kultur wie Gedichte und Gemälde eine große Rolle im Buch spielen.
Auf der Rückseite des Covers steht, dass das Buch Personen gefallen würde, die "Twilight" und "The Hunger Games" gelesen haben. Ich habe beide Bücher schon gelesen und bin der Meinung, dass "Matched" besser ist als "Twilight" (Liebe Twilight-Fans, bitte steinigt mich nicht^^), aber das Buch war doch dann schon noch besser. Allerdings war "The Hunger Games" besser als "Matched". Ich würde es also so einordnen: Das Buch ist ganz gut, aber es haut einen jetzt nicht gerade um. Okay, es gab auch schon schlechtere.....
Mein Lieblingscharakter war Xander, der beste Freund Cassias, mit dem sie laut der Regierung eigentlich zusammen sein sollte, wäre da nicht Ky. Ich mochte Xander, weil er einfach nett war und so unsterblich in Cassia verliebt war, dass es schon fast unglaubwürdig war.
Ich hab das Buch in Englisch gelesen, ich hatte keine Probleme damit, man braucht eigentlich kaum Vorkentnisse, weswegen ich auch empfehlen würde, sich das Buch auf englisch zu kaufen, weil es erstens viel billiger und zweitens viel schöner vom Cover her ist.
Positiv an dem Buch fand ich, wie schon gesagt, das Layout und die zweite Hälfte der Story, die viel stärker als der Anfang ist, außerdem ist das Ende richtig gut. Es gibt eine Fortsetzung zu dem Buch, die im November unter dem Titel "Crossed" erscheinen wird.
Alles in allem war "Matched" ein gutes Buch, dessen wahres Potential sich erst relativ spät entwickelt. Die Fragestellung innerhalb der Story war sehr spannend, nämlich, ob es sich lohnt, sich von einer Gesellschaft loszusagen, die einen bis dahin perfekt versorgt hat und in der es weder Hunger, noch Armut oder Krieg gibt, nur um entscheiden zu können, wenn man liebt.
Diese Fragestellung ist sehr essentiell, hinzu kommen außerdem noch der Wunsch nach Selbstbestimmung und des freien Willens.

Ich habe heute mein neustes Buch "Across The Universe" von Beth Revis beendet.
Als erstes möchte ich etwas zur Covergestaltung sagen, ich habe die Taschenbuchausgabe gelesen, sie ist sehr schön gestaltet und greift das Thema des Romans auf. Es sind Sterne und die beiden Hauptcharaktere dargestellt, die beiden Personen sind nicht so klar herausgearbeitet, was ich gut finde, man hat dann nicht schon gleich so ein vorgefertigtes Bild der Protagonisten vor Auge.
Das Buch handelt von Amy, die mit ihren Eltern im Amerika lebt, welches zu diesem Zeitpunkt beschlossen hat, dass das Weiterbestehen der Menschheit auf der Erde in naher Zukunft unrealistisch ist, weswegen die Regierung beschlossen hat, dass man auf einen anderen Planeten umsiedeln sollte. Dieser Planet heißt Centauri-Earth und strategisch wichtige Personen sollen an Bord eines Raumschiffes da hinfliegen.
Die Reise soll 300 Jahre dauern, weswegen alle Personen, die da ankommen sollen, in einen künstlichen Kälteschlaf versetzt werden.
Amy wird auch eingefroren, wird aber Opfer eines versuchten Mordanschlags und wacht 50 Jahre zu früh auf. Daraufhin versucht sie, herauszufinden, wer sie umbringen wollte und warum.
Ich habe für das 398-seitige Buch ungefähr 12 Stunden gebraucht, woraus sich etwa 33 Seiten pro Stunde ergeben, ich bin mir aber nicht mehr so sicher, weil ich keine 12 Stunden am Stück gelesen habe. Der Lesefluss ist gut, da das Buch aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere (Amy & Elder) geschrieben ist, in der jeweiligen Ich-Perspektive.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön, sie verwendet Symbolik und Methaphern, die passend angebracht werden.
Mein Lieblingscharakter war Harley, er ist ein Freund von Elder und ein Künstler (er kann kolorieren !!!), das reicht schon, um ihn zu mögen^^
Alles in allem war "Across The Universe" ein sehr schöner Roman, da die ganzen Liebesbeziehungen nicht so überpräsent waren, allerdings hätte man die Tragic-Hero-Rollen noch ein bisschen mehr ausschlachten können.
